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Lexikoneintrag Gschwend, Nesa

 

Künstlername: Gschwend, Nesa

 

 

Voller Name: Gschwend, Nesa

Geburtsname: Gschwend, Nesa

 

Geschlecht: f

Bildkünstl. Beruf: Performance, Zeichnung, Objekte und Installation

Staat (aktuell): Schweiz

GEO-Nachweis: Schweiz

Geburtsdatum: 25.11.1959

Geburtsort: St. Gallen

Tätigkeitsort: Niederlenz AG, Schweiz

 

Gschwend, Nesa, schweizerische Performance- und Installationskünstlerin, Zeichnerin, Malerin, *25.11.1959 St. Gallen.

 

Nesa Gschwend wächst in Altstätten im St.Galler Rheintal auf. Nach einer Ausbildung zur Schneiderin in St.Gallen führt sie ihr Interesse für Theater nach Italien, wo sie die Nuova Scena Theaterschule in Bologna besucht und wichtige Impulse in der Begegnung mit experimentellem Theater (Living Theatre) erhält. 1980 übersiedelt sie nach Berlin und ist Mitgründerin des Aktionstheater PanOptikum, welches vor allem Performances im öffentlichen Raum entwickelt. Eine prägende Erfahrung bringt ein Studienaufenthalt und die Auseinandersetzung mit der Theatertradition in Indonesien 1983. 1986 Rückkehr nach St.Gallen und Beginn der Arbeit als Solo-Performance Künstlerin. Parallel dazu entstehen Zeichnungen, Objekte und Installationen. 1989 Heirat mit dem Theatermacher Jörg Bohn (*14. Januar 1958 in Küttigen AG; zwei Kinder), seit 1996 Wohnsitz und Atelier in Niederlenz AG. In den neunziger Jahren Konzentration auf zeichnerisches und installatives Werk, 1998 bis 2000 Studium in Szenischer Gestaltung an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich; wendet sich seit 2004 wieder verstärkt der Performance zu. 2006 und 2009 verbringt sie als artist in residence mehrere Monate in Indien. Verschiedene temporäre Lehraufträge in der Kulturpädagogik (u.a. MusE) und an Gestaltungsschulen.

 

Gschwends Schaffen wurzelt in der expressiven und materialbetonten Kunst der achtziger Jahre und dem experimentellen Theater. Die ersten Solo-Performances wie „Häutung“, die Gschwend ab 1986 aufführt, erregen durch ihre körperbetonte Expressivität Beachtung.

Das Thema der Transformation und Ambivalenz des Körpers und seiner Lebenszyklen werden in diesen frühen Arbeiten aufgegriffen und bilden bis heute sowohl in Gschwends performativem wie auch bildnerischem Schaffen die Grundlage. Die Interaktion mit Materialien, zum Beispiel Textilien, Früchte, Mehl, und sehr häufig Wachs, spielen in ihrem Werk eine wichtige Rolle. Zeichnungen und Objekte entstehen prozesshaft oder gehen zum Teil direkt aus den Performances hervor. Umfangreiche Werkgruppen schuf Gschwend zum Porträt, das sie auf mit Wachs bearbeitete Papiere oder Leinwände zeichnet, sowie textile, teils begehbare Objekte. Fotografie und Video kommen innerhalb von Performances zum Einsatz sowie auch als eigenständige Medien; ihre Ausstellungen gestaltet Gschwend als Installationen, indem sie die verschiedenen Medien miteinander verknüpft.

 

 

 

 

E:

2008 Vaduz, Kunstraum Engländerbau

Weitere Einzel- und Gruppenausstellungen und Performanceauftritte siehe www.nesagschwend.ch und G. Obrist/C. Schatz, 2008

 

Bibliografie

 

1. Lexika

Biografisches Lexikon der Schweizer Kunst. Dictionnaire biographique de l'art suisse. Dizionario biografico dell'arte svizzera. Hrsg.: Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft, Zürich und Lausanne; Leitung: Karl Jost. Zürich: Neue Zürcher Zeitung, 1998, 2 Bde.

 

Künstlerverzeichnis der Schweiz. Unter Einschluss des Fürstentums Liechtenstein. Répertoire des artistes suisses, la Principauté du Liechtenstein incluse. Dizionario degli artisti svizzeri, incluso il Principato di Liechtenstein. 1980-1990. Hrsg.: Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft, Zürich und Lausanne; Leitung: Karl Jost. Frauenfeld: Huber, 1991

 

2. Monografien

Evi Kliemand, Öffnungen, Nesa Gschwend, Kunsthalle Kühlungborn 1997 (Bibliografie)

G. Obrist/C. Schatz, Zwischen Ausdruck und Geste / Between Expression and Gesture. Nesa Gschwend 1986-2008, Kunstraum Engländerbau Vaduz 2008 (Bibliografie)

 

4. Online

www.nesagschwend.ch

SIKART Lexikon und Datenbank

 

 

Sammlungen

Mezzanin Stiftung Schaan, Werke von 1993- 2008